Über uns

Unser Ziel ist eine Gesellschaft frei von Herrschaft, Hierarchie und Autorität.

Wir begreifen jede Form der Hierarchie als eine Form der Unterdrückung, die uns ein Leben in Freiheit unmöglich macht.

Staaten lehnen wir daher grundsätzlich ab, ebenso den Kapitalismus als ein System, das Menschen ausbeutet und auf ihre Leistungsfähigkeit reduziert. Abhängig vom Geldbeutel eines Menschen wird in dieser Gesellschaft dessen Wert festgelegt. Bildung, Kultur, Gesundheit sind den Wohlhabenden überlassen, während jene, die weniger Glück haben, im Stich gelassen werden. Diesen bestehenden Verhältnissen stehen wir kompromisslos verweigernd gegenüber.

Wir verstehen uns als Teil einer sozialen Revolte, die sich gegen die Misstände unserer Gesellschaft richtet und ihnen ein Ende bereitet. Erst wenn wir auf den Trümmern dieser Welt stehen, können wir aus ihnen die Grundsteine einer freien Gesellschaft aufbauen.

Für ein Leben in Selbstverwaltung und Selbstbestimmung, für freie Entfaltung und Gleichberechtigung jeder*s Einzelnen!

 

 

Über Anarchie…

Zu Beginn möchten wir festhalten, das es kaum möglich ist, die Idee von Anarchie so aufzuschreiben, das sich alle Anarchist*innen weltweit in ihr wieder finden. Denn Anarchie ist die Summe unzähliger Träume von Freiheit. Unser Weg ist nicht der einzig richtige. Auch erheben wir keinen Anspruch auf Perfektion oder Vollständigkeit, denn zu einem so komplexen Thema lässt sich mit Sicherheit vieles und vieles mehr sagen. Wir wollen hier lediglich einen Anstoß geben, es selbst heraus zu finden; Den Aufbruch ins Unbekannte zu wagen.

Für uns ist Anarchie der wundervolle Traum einer herrschaftsfreien und selbtbestimmten Welt. Sie ist die Negation der Herrschaft. Wer beherrscht wird, kann nicht frei sein.

Die Anarchie ist kein fester Zustand, vielmehr ist sie ständig im Wandel. Sie ist das, was wir aus ihr machen.

In der Anarchie haben wir die Möglichkeit, uns frei zu entfalten. Frei von Gesetzen, Überwachung, dem ständigen Drängen nach mehr Geld und frei von Zukunftsängsten.

Denn die Bedürfnisse von Menschen sollten über den Bedürfnissen von Geld stehen. Wir wollen frei nach unseren Möglichkeiten und zu unseren Bedingungen leben. Ohne Privilegien, denn sie bestehen daraus, das andere sie nicht haben können. Ohne Diskriminierung, denn alle Menschen sind gleich viel wert. Allen steht dieselbe Freiheit zu.

Wir wollen miteinander leben und füreinander einstehen, nicht gegeneinander um die Brotkrumen kämpfen, die uns von den Herrschenden gegeben werden. Wir wollen nicht nach unten treten, sondern Hand in Hand ein gutes Leben für alle aufbauen.

Denn niemand ist frei, bis alle frei sind!

Der Anarchismus ist eine Strömung, die immer schon ihre Feinde zu identifizieren wusste: der Staat und die Herrschaft, ob sie nun faschistisch, antifaschistisch, demokratisch, kommunistisch oder angeblich anarchistisch sind.“*

Staaten an sich sind nicht nur überflüssig, sondern erzeugen Ungleichheiten und Leid. Wo ein Staat ist, sind die fremd, die von anderswo kommen. Wo ein Staat ist, ist auch eine Nation, und wo eine Nation ist, gibt es Nationalismus. Wo ein Staat ist, herrschen Menschen über Menschen. Und wo es Herrschaft gibt, gibt es keine Freiheit!

Wenn man hinsieht, entlarvt der Staatsapparat sich von ganz allein: Er sperrt Menschen weg, die Kleidung oder Essen stehlen, sieht aber kein Problem darin, selbst mit Krieg und Gewalt Rohstoffe oder Land anderer zu nehmen. Er schiebt Menschen in Kriegsgebiete ab und verdient Geld mit Waffenexporten, gibt sich aber diplomatisch und behauptet, andere für ihre Kriegstreiberei zu verurteilen. Er verknackt Menschen wegen 5-Euro-die-Stunde-Schwarzarbeit, toleriert aber die offen bekannte Steuerhinterziehung von Starbucks, Google und co.

All dies geschieht mit Rechtfertigung der (deutschen) Gesetze. Ironischerweise halten sich die Herrschenden an ihre eigenen Gesetze nicht, für sie scheinen diese nicht zu gelten: Eines der jüngsten Beispiele ist der „Corona-Einsatz“ der Bundeswehr im Inland. Dieser ist eigentlich nach der deutschen Verfassung verboten…

Gesetze sind uns egal. Wir haben sie nicht mitbestimmt, wir haben keinen Einfluss auf sie. Sie sind nicht gemacht um uns zu schützen. Was legal ist oder nicht, spielt für uns keine Rolle. Die Frage, die sich stattdessen alle stellen sollten, ist die folgende: Was ist legitim? Und vor allem: Was nicht?

Wollen wir in einer Welt leben, in der einige wenige tun können, was immer sie wollen, auf Kosten einer großen Mehrheit?

Es könnte schlimmer sein, sagen viele. Vielleicht stimmt das sogar. Aber warum sollten wir es nicht trotzdem besser machen?

*Quelle